Immobilienfonds 2010
Anleger, die ihr Geld in offenen Immobilienfonds haben müssen nicht unbedingt mit Wertverlusten rechnen. Das Geld der meisten Anleger liegt nämlich in größeren Fonds als dem Degi-Fonds, sodass die Risiken auf verschiedene Regionen verteilt sind. Außerdem sind die Nutzungsarten bei großen Fonds auch vielfältiger.
Die Immobilien des Degi-Fonds wurden um 13% abgewertet, so dass die Anleger, die ihr Geld in diesem Fonds hatten große Wertverluste hatten. Der Degi-Global Business Fonds hat ein Portfolio, das aus 13 verschiedenen Immobilien besteht. Der Wertverlust zwei dieser Immobilien, die in Osteuropa stehen sind der Grund für die Abwertung des Fonds. Der Anteilspreis verlor sogar um 21,6%, so dass der Fonds nun nur noch ein Volumen von 421 Millionen Euro hat. Bei dem Degi-Fonds handelt es sich eigentlich gar nicht um einen so genannten Publikumsfonds, denn es sind insgesamt nur 70 Großanleger beteiligt.
Echt Publikumsfonds hatten im Dezember letzten Jahres im Durchschnitt aber ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro, die beiden größten haben sogar ein Volumen von 10 Milliarden Euro. Auf dem deutschen Finanzmarkt gibt es insgesamt 22 solcher Publikumsfonds.
Im nächsten Jahr, so prognostizieren Experten, werden die meisten Immobilienfonds kaum abgewertet werden und die Anleger so kaum um ihr angelegtes Geld bangen müssen. Die meisten Gebäudeabwertungen, die Einfluss auf die offenen Immobilienfonds haben sind schon im letzten Jahr erfolgt. 2010 sollen die Bewertungsergebnisse aber weitestgehend neutral bleiben.
Keine starken Abwertungen wie noch 2009
Nach Einschätzung des neutralen Immobiliensachverständigen Hagen Kieffer werden die Immobilienfonds dieses Jahr Renditen zwischen 2,4 und vier Prozent bringen, was keinen großen Unterschied zu Ende 2009 darstellt.
Auch die Tatsache, dass die Mietanfangsrenditen spricht gegen starke Abwertungen in diesem Jahr. Dann bezahlen die Immobilienkäufer nämlich mehr für jede Einheit Miete, was bedeutet, dass das Gebäude höher bewertet wird. Das soll aber nicht heißen, dass es gänzlich risikofrei ist in einen Immobilienfonds zu investieren. Wenn beispielsweise ein Mieter insolvent geht, fehlen dem Fonds Mieteinnahmen.