Hedge-Fonds gestärkt
Nach über einem Jahr sehe Finanzexperten wieder eine positive Tendenz bei den Hedge-Fonds-Indizies, die seit Anfang des Jahres um 5,8 Prozent zugelegt haben. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise hatte sich das verwaltete Anlagekapital mit 1,25 Billionen Dollar beinahe um die Hälfte verringert. Anleger aus der Finanzbranche sowie Privatpersonen nahmen hohe Kapitaleinlagen aus.
Anleger verunsichert
Des Weiteren verunsicherte der kürzlich in der Öffentlichkeit bekannt gewordene Milliarden-Betrugsfall um Bernard Madoff die Anleger, das Ansehen oder Kapitalsammelstellen sank rapide ab. Darüber hinaus hielten die Anbieter ihre Rendite-Zusagen nicht ein, die während der ertragreichen Jahren erwirtschaftet wurden. Die Fonds wurden damals mit dem Versprechen auf den Markt gebracht, stabile und positive Renditen zu sichern und konnten diese Aussagen nicht verwirklichen. Die Hedge-Fonds, denen kaum Beschränkungen obliegen, können sämtliche Papiere und Wetten investieren, ungeachtet deren Kurse. Dies brachte insbesondere während der Krise massive Verluste mit sich.
Verändert aus dem Tief
Nun scheint sich die Branche langsam zu erholen, wird jedoch nicht mehr in der Form agieren wie zuvor. In Zukunft wird verstärkt darauf gesetzt werden, dass Anleger den Zeithorizont und das Liquiditätsprofil ihrer Investition verstehen. Finanzexperten gehen davon aus, dass sich das Profil der Hedge-Fonds in Zukunft in liquide und weniger liquide Strategien teilen wird. Letztere werden nur für Anleger geeignet sein, die bereit sein werden, die Festlegung des eingesetzten Kapital für einen fixierten Zeitraum zu akzeptieren. Nach wie vor wird dieser Fonds-Bereich jedoch eine attraktive Investitionsform bleiben.