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Deutschland vor Luxemburg

Geschrieben in Allgemein von admin am 10 Juli 2009

Nachdem Luxemburg lange Zeit auch bei deutschen Anliegern sehr beliebt war, holt Deutschland das Nachbarland nun ein. Investmentfonds werden wieder gerne in Deutschland eingekauft, die Trendwende zeichnet sich seit Beginn des Jahres deutlich ab. Gründe dafür sehen Finanzexperten in der anhaltenden Wirtschaftskrise, die Anleger investierten in Krisenzeiten vornehmlich in einheimische Produkte und bevorzugten konservative Anlageformen.

Sichere Anlagen beliebter

Noch vor 2 Jahren vertrauten Anleger auf innovative Finanzierungsmöglichkeiten, waren deutlich risikofreudiger. Die unkomplizierten und schnellen Verfahren in Luxemburg wurden bevorzugt in Anspruch genommen, bei Fonds waren vor allem Garantieprodukte, Produkte mit komplexen Anleihen sowie ABS für Geldmarktfonds mit Anlageinstrumenten. Was zu Anfang als besonders rentabel galt, wurde wenig später als sehr riskant gehandelt – ausländische Investoren wurden vorsichtiger.

Deutschland ist besser reguliert

Weitere Faktoren für die Trendwende kamen mit der Lehman-Pleite im Oktober 2008 sowie dem im vergangenen Dezember aufgedeckten Betrugsfall um Bernard Madoff. Derartige Fälle wären laut Finanzexperten kaum möglich, strikte Regelungen seien im deutschen Investmentrecht so verankert, sodass Manipulationen auffallen würden und Rechtsgeschäfte unwirksam würden.

Allerdings ist der Luxemburgische Investitionssektor nach wie vor auf internationaler Ebene beliebt als Zugangsland für den europäischen Markt, die hohe Dichte an Finanzspezialisten, Juristen sowie Wirtschaftsprüfern schaffen eine zentrale Anlaufstelle für die internationale Absatzstrategie und auch deutsche Fondanleger wissen die Erfahrungen des Staates zu schätzen.

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