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Fondswissen mangelhaft

Geschrieben in Allgemein von admin am 18 Juni 2009

Die deutschen Bürger weisen beim Fachwissen über Fondsanlagen riesige Wissenslücken auf. Über die Hälfte der Teilnehmer einer Axa-Umfrage konnte die gestellten Fragen zum Thema nicht korrekt beantworten, wie die ARD berichtet.
Der Grund für dieses mangelhafte Wissen könnte schlicht darin liegen, dass im Zuge der Krise immer weniger Deutsche in Fonds investieren. Waren es vor drei Jahren noch rund ein Drittel der Bürger, haben heute nur noch 18 Prozent der Bundesbürger Teile ihres Vermögens in Fonds angelegt. Seit 2006 wird die Fondsstudie von Axa nun jährlich durchgeführt, und noch nie war der Wissensstand so niedrig wie dieses Mal. Rund die Hälfte der Deutschen sind demnach Anfänger in Sachen Geldanlage, 15 Prozent gelten als vollkommen “unwissend”. Die Fortgeschrittenen sind mit nur noch 30 Prozent – und damit gegenüber ehemals 44 Prozent deutlich geringer – vertreten, sechs Prozent sind Spezialisten. 2008 waren noch acht Prozent Profis auf diesem Gebiet. Insgesamt sank der Fonds-Wissensindex auf den tiefsten Stand seit Einführung. Von 100 Indexpunkten erreichten die Deutschen nach 51 Punkten in 2008 in diesem Jahr nur noch 45 Punkte.

Nicht täglich verfügbar, nicht insolvenzgesichert?

Die Ergebnisse von Axa belegen tatsächlich deutliche Defizite. 53 Prozent der Befragten wussten nicht, dass Fonds täglich verfügbar sind und ohne die Einhaltung von Fristen ständig verkauft werden können. 62 Prozent waren der Ansicht, dass das in Fonds angelegte Geld bei einer Pleite der Fondsgesellschaft verloren ginge – was falsch ist. Karin Kleinemas, Leiterin Marketing Nordeuropa von Axa Investment Managers, äußerte sich gegenüber der ARD schockiert: “Offenbar ist in der breiten Bevölkerung nicht bekannt, dass Fonds als so genanntes “Sondervermögen” von der Fondsgesellschaft verwaltet werden und die Gelder getrennt bei einer Depotbank liegen.”
Diese teilweise besorgniserregenden Schlüsse sind allerdings keine Neuigkeit. Wenn man sich Erkenntnisse wie die der Union Investment vor Augen führt, nach der zu urteilen die Beschäftigung mit Geldanlagen für die Deutschen in etwa so angenehm wie ein Zahnarztbesuch ist, verwundert der geringe Wissensstand der Bundesbürger auf diesem Gebiet nicht wirklich.

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