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Fondsanleger werden schlecht informiert

Geschrieben in Allgemein von admin am 5 Juni 2009

Deutsche Anleger werden von ihren Fondsgesellschaften oft nur unzureichend über das Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen informiert. Das geht aus einer Umfrage der der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervor.
Demnach bezeichnen 90 Prozent aller befragten Fondsgesellschaften die mögliche Abtretung der Hauptversammlungs-Stimmrechte der Anleger an die Fonds als “aktive Wahrnehmung von Anlegerinteressen“. Das Abstimmverhalten wird aber nach den Ergebnissen der Studie von 63 Prozent der Befragten überhaupt nicht mehr weitergegeben. Im letzten Jahr waren es noch 47 Prozent. Nachträglich machen 13 Prozent der Gesellschaften ihr Stimmverhalten für die Anleger öffentlich. „Mit Blick auf die Finanzkrise würde den Fonds hier mehr Transparenz gut zu Gesicht stehen“, so die Geschäftsführerin der DSW, Jella Benner-Heinacher.

An der Befragung nahmen 17 Kapitalanlagegesellschaften teil, die zusammen rund 46 Prozent aller in Deutschland verwalteten Fondsvermögen abdecken. Die Studie wurde von der DSW in Kooperation mit Feri Finance und Research und der Fachhochschule Kaiserslautern/Zweibrücken durchgeführt und soll laut “Tagesspiegel” einen Überblick über die aktuelle Einstellung der Kapitalanlagegesellschaften zum Thema Corporate Governance geben. Die Ergebnisse deuten nach Ansicht von Experten auf eine zunehmende Vernachlässigung der Anleger von Seiten ihrer jeweiligen Fondsgesellschaften hin.

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