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Geldmarktfonds stürzen ab

Geschrieben in Allgemein von admin am 19 Mai 2009

Die Geldmarktfonds sind in der Regel eine recht sichere Anlageform. Durch die Kreise haben aber nun viele von ihnen schwere Schlagseite bekommen, wie die “ARD” berichtet.

Einige Fonds hätten im Verlauf der Krisenmonate einen beispiellosen Absturz hinnehmen müssen und stünden teilweise sogar vor Existenzschwierigkeiten. 30, 40 oder 50 Prozent Verluste seien keine Seltenheit und der “CB World ABS Plus” – Fonds der Cominvest habe sogar sage und schreibe einen Wertverlust von 73 Prozent erfahren. Damit sei der Fonds, der nun nur noch über einen Mittelbestand von fünf Millionen Euro verfügt, “praktisch nicht mehr existent”, so die “ARD”-Finanzexperten.

Das Risiko der Krise

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die zu großen Teilen oder auch vollständig in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere mit sehr kurzen Laufzeiten investieren. Dazu zählen unter anderem Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von unter 12 Monaten. Prinzipiell versprechen Geldmarktfonds hohe Renditen und hohe Zinssätze für kurzfristige Anlagen. Private Anleger können sich hiermit am Geldmarkt, auf dem nur institutionelle Anleger wie der Staat, Versicherungen oder Banken aktiv sind, beteiligen. Geldmarktfonds tragen aber trotzdem ein Zinsänderungs- sowie ein Kreditrisiko des Emmitenten. Falls dieser ein Staat ist, ist das Risiko zwar in der Regel eher gering, kann aber gerade in Krisenzeiten deutlich zum Vorschein kommen. Genau dies mussten viele Geldmarktfonds nun wieder einmal erfahren – die meisten Anleger hätten aber rechtzeitig bei Beginn der Krise im letzten Jahr ihre Anteile bereits verkauft, heißt es in der “ARD”.
Generell raten Finanzexperten mittlerweile aufgrund der mangelnden Transparenz von Geldmarktfonds als Anlageform eher ab.

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